Pfütze vertikal

Hoch die Hände, Unterrichtsende, ab ins Wochenende! *Juhu*
Die Kinder packen sich wieder in die diversen Winterjacken, Schals, Mützen etc. ein und verabschieden sich von mir,
als es aus Reihe 3 ertönt:
„Frau Streng, da ist eine Pfütze an der Wand!“
Und Tatsache: da ist eine Pfütze…an…der…Wand!
Nichts läuft von der Decke, nichts ist zu sehen auf den Tischen oder dem Boden.
Nur ein großer Wasserfleck perfekt zentriert auf der Mitte der Pinnwand, der sich gerade durch
meine Plakate zu den 4 Fällen arbeitet.
Valentin hat den Sitzplatz direkt unter der Vertikalpfütze.
„Valentin, könntest du das gewesen sein?“
„Ja, könnte ich.“
„Aha…und wie könntest du das gewesen sein?“
„Das weiß ich nicht…aber ich geh jetzt mal, ok?“
Freitag nach einer gefühlt dreiwöchigen Schulwoche um kurz nach eins.
Was antwortet die pädagogische Fachkraft also?

„Ok Valentin, schönes Wochenende!“

 

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abgetaucht

Wenn man gerade nichts von mir hört, dann weil ich mich habe zu dem verfluchten Probemonat überreden lassen, der natürlich vor 2 Wochen abgelaufen ist. Seit 6 Wochen habe ich kein „echtes“ Fernsehen mehr geguckt. Stecke gerade mitten in dieser hinreißenden Serie und muss mich nebenbei noch durch ein paar Wochentage lesen. Da ich aber täglich eh gefühlt nur 30 Minuten Freizeit habe bevor ich ins Bett falle, bleibt einfach gerade keine Zeit fürs Internet 😉

Dennoch hier ein sehr süßes Zitat der letzten Sportstunde (Dodgeball):
Hussein: „Oh gut, der Mahmut ist rausgeflogen. Der war echt die höchste Bedrohung, weil der hat so ’ne krasse Präzision!“

mit ohne Anfassen

Die Turnhalle ist gesperrt, der Pausenhof bevölkert, die Zeit für den Spielplatz zu knapp. Also schieben wir die Tische und Stühle zur Seite und ich schalte den Cd-Player an. „Frau Streng, das klingt so irgendwie nach Tanz!?!“ BINGO! „Jupp, jetzt wird getanzt!“
Die Viertklässler stöhnen und motzen als würde man sie zur Schlachtbank schleifen und vorher noch zwingen das ekligste Kind der Klasse zu heiraten. Ich rufe über die Meuterei hinweg die erlösenden Wort: „Aber mit ohne Anfassen!“
Jubel bricht aus. Tanzen ist nämlich toll (Frau Streng macht nur coole Tänze *jaha*), aber nur mit ohne Anfassen!

Der neue…

…Lehrerplaner für das kommende Schuljahr ist da. Ich probiere (wie so oft) mal wieder einen mir bisher unbekannten Planer aus.
Ich bin verliebt, ich gebe es gerne zu. Aber ob sich aus dem anfänglichen Herzklopfen auch eine dauerhafte Liebe entwickeln kann, das wird erst die Zeit und tägliche Nutzung zeigen. Diesmal habe ich mich in das eher…sagen wir mal…höherpreisige Segment begeben, Sticker inklusive. Mal sehen, ob er hält, was er verspricht. Er ist jedenfalls schon mal wunderschön, gut aufgebaut, viel Raum für Notizen, eine angenehme Farbe (Gelb und Pink…das kann ich im Lehrerzimmer echt nicht mehr sehen)….
Habt ihr euch schon entschieden?

Geständnisse

Ich warte an der Zimmertür bis auch die letzten Vorkurskinder herauströpfeln und sich mehr oder weniger in einer irgendwie gearteten Reihe aufstellen, damit ich sie wieder in den Kindergarten bringen kann. Leira hüpft an mir vorbei in Richtung Gewusel, dreht sich noch einmal um und ruft in singendem Tonfall: „Frau Streheng, ich lieeeeebe dich!“

Bester Job der Welt!

Ferienselbstsabotage

Seit gut 2 Jahren wohnt die Mini-Familie Streng also nun im Hexenhäuschen, das schon beinahe 100 Jahre alt ist. Innen ist es schon faaaast fertig. Immer wenn man glaubt, dies sei aber nun die letzte Renovierungstätigkeit fällt einem ein, dass die Waschküche ja noch einen Fliesenboden braucht und das Carport noch vergrößert werden muss und und und.
Diese „Ferien“ sabotierten wir uns diesmal selbst, indem wir das Projekt Treppe in Angriff nahmen.
Aber es wäre ja unspannend, wenn alles einfach funktionieren würde. Dann wären wir nämlich schon seit ein paaar Tagen fertig und würden faul auf der (auch noch renovierungsbedürftigen) Terrasse die Seele baumeln lassen.
Doch das Treppenhaus hat sich gegen uns verschworen. Nicht eine, nicht zwei, nein drei Lack/Farbschichten traten unter dem aufgeklebten Teppich zu Tage. Seit einer Woche wird also nun bis spät in die Nacht gehobelt, geschliffen, gefeilt, lackiert und gestrichen.
Nach vielen, vielen Stunden Arbeit haben wir nun Rückenweh, Knieschmerzen, Muskelkater in den Armen und Lackflecken an den unmöglichsten Körperstellen, doch der Kampf ist noch nicht gewonnen. Die neue Farbe hät nicht überall, es bilden sich lustige Muster und an manchen Stellen platzt die neue Farbe einfach wieder ab sobald sie getrocknet ist. Heute wird also ein Speziallack aufgetragen, der es nun retten muss, da wir uns kaum mehr bewegen können.
Ach, ich freue mich auf Montag, wenn ich wieder in die „Arbeit“ darf.

Rad“fahren“

Ja, es ist wieder soweit. Der Fahrradführerschein nimmt uns voll in Beschlag.
Gestern war die erste praktische Übungseinheit mit der Verkehrspolizei dran.
Alle Kinder behaupteten zuvor, sie könnten hervorragend Rad fahren.
Was soll ich sagen: keiner hat sich etwas gebrochen (wenn auch nur haarscharf).
Drei Kinder können gar nicht Rad fahren und üben nun gemeinsam auf der Wiese neben dem Verkehrsübungsplatz.
Nur zwei Kinder sind als Geisterfahrer in den Gegenverkehr gerauscht.
Ein Kind fuhr gegen die Hausmauer (zweimal! An der selbe Stelle!).
Zwei Kinder bemühten sich, einen Geschwindigkeitsrekord aufzustellen.
Einer fiel vom Fahrrad beim Aufsteigen.
Einer kollidierte mit dem Vordermann, weil er zu sehr damit beschäftigt war dem von rechts kommenden die Vorfahrt zu nehmen.

Aber: das Wetter war gut.
Alles in allem: ein gelungener Auftakt!