Am ersten Ferientag…

…schläft die Lehrerin lange aus, frühstückt ausgiebig, liest den neusten Ferrante-Roman auf der Terrasse während sich die Katze auf ihrem Schoß zusammenrollt, trifft andere Lehrerinnenfreundinnen zum Mittagessen / Kaffeetrinken und lässt den Abend mit dem Ehemann ausklingen.
In meinen Träumen!
In Wirklichkeit:
Bin ich gegen halb 6 hellwach, da mein Körper noch nicht weiß, dass Ferien sind. Das Haus braucht eine Grundreinigung, da die letzten Wochen voll mit Abschlussfeiern, Tagesausflügen und kurzfristig anberaumten Konferenzen waren. Der Kühlschrank ist weitgehend leer, sodass ich einkaufen fahren darf, um anständig frühstücken zu können. Einen seltsamer Knubbel, den ich kürzlich entdeckte, lasse ich untersuchen und verbringe meinen ersten Feriennachmittag im Wartezimmer (die Entwarnung ist mir die Warterei dann aber gerne wert). Auf dem Nachhauseweg düse ich zur Stadtbibliothek, um die überzogenen Bücher/Hörbücher endlich zurückzubringen und hole das Rezept aus der Apotheke, das da seit einer Woche auf meinem Beifahrersitz liegt (das Paket daneben kann bis morgen warten).
Am nächsten Tag steht ein Friseurbesuch an, den ich (vor 2 Wochen wg einer dieser Konferenzen) verschieben musste, sodass ich leider erst nach den Abschiedsfeiern wieder vorzeigbar aussehen werde, aber während die Farbe einwirkt, habe ich 20 Minuten für Elena Ferrante.
Der Rasen muss dringend gemäht werden, der Vorgarten hat seit Wochen keine pflegende Hand mehr gesehen, auf meiner Terrasse sprießt das Unkraut und das Auto muss zur Inspektion. Die Katze muss zum Tierarzt, denn seit zwei Tagen legt sie ein Ohr lustig an, was vermutlich aber keine lustigen Ursachen hat und die Schwiergermutter hat sich zum Besuch angekündigt, denn schließlich hätte ich jetzt ja so viel Zeit und würde mich bestimmt über etwas Gesellschaft freuen.
Zum Glück haben die „Ferien“ erst begonnen…ich werde den Traum vom faulen Ferientag noch wahr machen…irgendwann!

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Junkie

Hatte ich mal erwähnt, dass ich Serienjunkie bin? Das lebe ich aber in den Ferien nur so richtig aus. Dazwischen inhaliere ich Bücher.
In den letzten Wochen zum Beispiel dieses (aber auf 3 Tage verteilt), dieses hier (eine knappe Woche Lesezeit), dann DIESES (an einem Nachmittag/Abend…da wurde weder gearbeitet, noch gekocht…darauf habe ich zu lange gewartet) und zuletzt jenes an einem regnerischen Wochenende. Ihr seht ja, es muss spannend und darf auch mal blutig sein.
Aber keines dieser Bücher stahl sich bisher in meine Träume.
Wohl aber die 6.Staffel einer meiner absoluten Lieblingsserie.Die ferienhabende Grundschullehrerin flüchtete also letzte Nacht im Traum vor den Zombies, zermatschte einige Hirne und rettete (wie soll es auch anders sein) natürlich ein paar Kinder auf der Flucht *seufz* Der Job steckt einfach ganz tief in mir drin 😉
War jedenfalls keine so ganz erholsame Nacht.
Heute werde ich zur Vorbereitung auf die finale Staffel meiner anderen Lieblingsserie deren vorletzte Staffel noch einmal ansehen und damit ein Gegenfeuer legen.
Mal sehen, was heute Nacht dann los ist. Ich tippe auf Zombies in Reifröcken und hoffe, dass sich nicht noch die Sektenmitglieder aus meinem Neufund dazu mogeln, denn Kinder retten während ich von in Spitze gehüllten Zombies verfolgt werde und dabei die Sektenmitglieder befreien muss…das könnte eine anstregende Nacht werden.

In den Ferien…

…habe ich ganz wenig gearbeitet und mich ganz viel erholt. Das habe ich einfach so mal gemacht und das tat richtig gut.
Nebenbei habe ich mal wieder auf den Internetseiten und Facebookseiten meiner Lieblings-Schulbuchverlage gesurft, das eine oder andere Gewinnspiel entdeckt, mitgemacht und was gewonnen. Und schon ist die pädagogische Bibliothek wieder um ein tolles Werk reicher. Nein, ich mache jetzt keine Werbung für eine bestimmte Lehrerhandreichung. Ich freu mich nur und stelle fest:
Glück kommt!
Braves Universum 🙂

Geht’s dir nicht gut?

„Frau Streng, du bist so blass. Geht es dir nicht gut?“
Nein, leider nicht. Dabei hätte alles so wunderbar sein können. Meine Klasse hat mich vermisst und ich sie. Die Wiedersehensfreude nach den Ferien war groß, schnell fanden wir wieder zu unseren Ritualen zurück und fast alle Kinder haben sich ganz fix wieder an den Schulalltag gewöhnt.
Aber ich bin nicht gesund. Immer mal wieder ein neuer medizinischer / homöopathischer Ansatz, kurze Besserung, dann wieder ein Rückfall. Ich kann in die Arbeit, ich schleppe mich. Die Praktikanten merken es nicht, aber die Kinder kennen mich zu gut, die sehen es, spüren was.
Ich schaffe den Unterricht, die Vorbereitungen, die Aufsichten, die Elternbeschwerden (warum kommt eigentlich nie mal jemand, wenn er zufrieden ist? Es kommen immer nur die, denen die Arbeitshefte zu teuer oder die anderen Kinder zu unerzogen sind). Dann wanke ich nach Hause…lege mich hin…bin gandenlos erschöpft…weil der Körper am Limit ist. Weil das gerade das Maximum ist, das schaffbar ist.Es kann nur besser werden.
Es muss.
Universum! Liest du mit? Mir reicht’s!

Sobald die Sonne hervorspitzt…

…geht die Haus- und damit auch Gartenbesitzerin…nein…nicht in den Garten *pffff*
Wäre ja noch schöner! Da müsste ich ja arbeiten *bäh*
Nein: sie geht ins Garten-Center und guckt, was es für den Garten alles Schönes geben könnte. Herr Streng beschäftigt sich dort mit Insektenhotels und Heckenalternativen zur hässlichen, jedoch reichlich vorhandenen Thuja
während Frau Streng sich bei Deko und Gartenmöbeln umtut.Wirklich eingekauft haben wir nicht, aber das Gucken und sich das für DEN EIGENEN GARTEN vorstellen…achja, das ist schön. Langsam gewöhne ich mich an den Gedanken, dass das jetzt unser Eigenheim und unser Eigengarten ist. An den Gedanken, dass ich da auch die Gartenarbeit machen müsste…also an den kann ich mich noch nicht gewöhnen…das dauert vielleicht noch ein paar Jährchen.

Erholung will geplant sein!

Ich gestehe es, ich bin so eine von diesen To-do-Listen-Schreiberinnen. Und ja, ich bin auch so eine, die diese dann erweitert, wenn mir noch zusätzliche Aufgaben einfallen.
Aber nein, ich ergänze keine schon erledigte Aufgabe und streiche sie dann sofort wieder durch (aber ich verstehe den Impuls).
Diesmal habe ich alles, was in den Ferien für die Arbeit gemacht werden muss, auf einen Haufen gepackt und oben drauf eine Liste.
Auf der Liste steht:
– Matheprobe korrigieren
– Material für HSU-Experimente raussuchen
– Elterngespräche planen
– Elternabend vorbereiten
– Praktikumsberichte korrigieren
– neues Freiarbeitsmaterial basteln
– Lehrvorführung für das Seminar planen
– Email an Parallelkollegin wg. Planung der Lektüre
– Schülerbeobachtungen einpflegen

Bei mir bewirken solche Listen oftmals, dass ich sie am liebsten SOFORT abarbeiten will, damit ich DANACH die Ferien „genießen“ kann.
Ich habe festgestellt, dass mich das in den ersten Tagen der Ferien massiv stresst und mir vorgenommen: da muss frau auch mal weg von…erst ganz viel arbeiten und dann endlich ein bisschen ausruhen…das ist nicht optimal.

Folgende Maßnahmen habe ich deshalb ergriffen / Regeln aufgestellt:
– ich habe mir an jedem Tag etwas Schönes eingeplant (Brunch, Käffchen, Stadtbummel, Kino) mit anderen, lieben Menschen
– ich habe mir Schönes nur für mich allein eingeplant (Termin bei der Kosmetik, Termin beim Friseur, Ostermarkt, neue Bücher)
– ich darf arbeiten, aber nur ein bestimmte Zeitdauer lang (zum Beispiel morgens bis ich zum Brunch düse oder abends nochmal bis der Krimi um 20.15 Uhr beginnt)
– Freiarbeitsmaterial wird nur in Kombination mit Serie/Film/Hörbuch erstellt
– am Sonntag wird nicht gearbeitet
– an einem Tag dürfen maximal zwei Punkte auf der Liste abgearbeitet werden

 

Und so ist der Zwischenstand nach (nicht ganz) einer Woche Ferien:
– noch drei Punkte zu erledigen, 6 schon geschafft
– ich war brunchen, Kaffee trinken, bummeln, auf dem Ostermarkt, bei der Kosmetik und habe das Haus mal wieder grundgereinigt
– ich habe vier Freundinnen gedatet und war beim Sport
– ich habe Kinokarten reserviert fürs Wochenende mit dem Lieblingsmenschen
– ich habe ein Hörbuch gehört, zwei lustige Filme gesehen und ein Buch verschlungen
– ich habe gaaanz viel mit Minisupercat gekuschelt, die es auch prima findet, dass ich weniger arbeite und mehr kuschele

Obwohl ich jeden Tag gearbeitet habe, waren es immer nur ein paar Stunden und ich fühle mich jetzt schon erholter.
Ob ich das in den Pfingstferien trotz Zeugnissen auch so hinbekomme, werden wir sehen.
Der Wille ist da, ein Anfang ist gemacht 🙂

 

 

Ferienvirus

Der Ferienvirus befällt mich normalerweise schon an dem Wochenende, das die Ferien einleitet.
Viele Kolleginnen und Kollegen kennen das aus eigener Erfahrung. Um einen herum wird seit Wochen
nur noch geschnieft und gehustet. Ganz kleine Schüler niesen einen dann auch mal schön an, aber der eigene Körper weiß genau: jetzt nicht!
Der Krankenstand ist so hoch, dass die mobilen Reserven nicht ausreichen oder diese hat es auch schon dahingerafft.
In jeder Klasse sitzen schon zwischen 4 und 8 aufgeteilte Kinder, die man einfach noch mit unterrichtet, da nun auch die Parallelkollegen der Krankheitswelle erlegen sind.
Aber man selbst hält durch. Dann beginnen endlich die Ferien und schon am Samstag Morgen hat es einen erwischt
Zack! Krank! 😦
Jaha…so war das bisher bei mir auch.
Aber mal ehrlich, das kann ja jeder.
Familie Streng hat das nun erweitert.
Da wurde nicht die Frau Streng krank oder der Herr Streng…nein, nein, nein.
Es hat die Haustiere der Familie erwischt.
Supercat hatte sich in den Faschingsferien erkältet und war nach mehreren Besuchen beim Tierarzt brav zum Ferienende wieder auf dem Damm.
Minisupercat hat sich nun die Osterferien ausgesucht, um krank zu werden und wird den Tierarzt vor Ostern auch noch mindestens einmal besuchen dürfen.
Also, ich bin schon ein wenig stolz. Man hört das ja öfter mal im Kollegenkreis, dass die Partner von Lehrer(inne)n brav ebenfalls Klorollen sammeln oder abends mal mit laminieren, aber dass nun auch schon unsere Haustiere geduldig bis zu den Ferien warten um sich zu erkälten,
das nenne ich mal Einsatz für die gute Sache 🙂

Gänseblümchen…

…im Vorgarten am 23.Dezember…was soll man dazu sagen.
Ich sage dazu: so ist der Vorgarten eben auch ein bisschen weiß gesprenkelt
und die restliche Weihnachtsstimmung machen wir uns doch einfach selbst.
In der Schule haben wir das Weihnachtsgefühl mit Lebkuchenmuffins, Spekulatius und Kinderpunsch
befördert und zuhause wird heute noch ein wenig gearbeitet, geputzt, gebacken und verpackt.

Allen, die hier gerne mitlesen,
allen, die sich versehentlich hierher verirrt haben,
allen, die hier schon so wunderbare Kommentare hinterlassen haben
und allen anderen
wünsche ich geruhsame Feiertage, schöne Weihnachten (wer das feiert),
erholsame Ferien, einen guten Rutsch in ein bestimmt gar herrliches 2016
und viel Zeit für alles, was euch nun wichtig ist.

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