Gestatten…


…Babysupercat mein Name. Ich bin gestern im Hause Streng eingezogen. Das Haus ist geräumig, aber nicht zu groß und ich habe schon fast alles erkundet. Es gibt viele schöne Polstermöbel, an denen ich -wie es sich gehört- meine Krallen geschärft und meinen Geruch hinterlassen habe. Mehrere Kratzbäume und Liegeflächen habe ich entdeckt und getestet, die gefallen mir recht gut. Der große schwarze Ding, wird warm, wenn es knistert….aber später leider auch richtig heiß, wie ich versehentlich herausfand. Ich lasse mich jetzt immer mit genug Abstand davor nieder und wärme mir das Fell. Die Pfoten habe ich mir zum Glück ja nicht richtig verbrannt.
Supercat, die hier wohl schon sehr lange wohnt, findet meinen Einzug nicht so gut. Ich soll ihr nicht auf die Nerven gehen, sagt sie. Sie weiß nämlich noch nicht, was mir sofort klar war: dass wir super Freunde werden. Anfangs wollte sie nicht einmal im selben Raum mit mir sein *seufz*, aber ich habe mich von meiner besten Seite gezeigt und Mut bewiesen, wenn es nötig war. Nun ist sie schon gnädiger und ich darf sogar schon auf die Couch, wenn sie darauf liegt. Ich gebe nicht auf und zeige ihr immer wieder, was für ein super Kumpel ich sein kann. Die kriege ich schon noch rum. Herr Streng ist toll. Er hat zwar Urlaub, aber er sitzt eigentlich nie richtig still. Oft kommt er von draußen herein und riecht nach Holz, das liebe ich. Mitgehen darf ich noch nicht, da bin ich ein bisschen neidisch auf Supercat, denn die darf das. Ich sehe die beiden dann durch die Glastüre und das ist ziemlich spannend. Aber nicht so spannend wie die Eichhörnchen, die oft bis an das Glas herankommen und reingucken. Meine neue Familie legt ihnen Nüsse hin und die schnappen sie sich. Ich versuche ihnen Angst zu machen, aber diese Viecher sind eiskalt und zucken nicht mit der Wimper, sondern suchen sich in aller Ruhe die schönste Nuss aus und hüpfen davon.
Heute hat das neue Herrchen mir ein Holz mitgebracht, das habe ich gnadenlos getötet, bis es sich gar nicht mehr bewegt hat! Sogar Supercat war fassungslos. Bald wird sie den Helden in mir erkennen!
Frau Streng spielt viel mit mir und kuschelt mich ganz gut. Sie weiß genau, wann ich das mag und wann ich in Ruhe schlafen muss. Das hat Supercat ihr schon gut beigebracht. Sie hat mir heute das erste Mal erlaubt in das letzte Zimmer im ersten Stock mitzugehen. Da gibt es ganz viele Regale mit Ordnern und Papierhaufen und so. Ich durfte da auch reinhüpfen, das war aber langweilig. Der große Tisch war viel spannender, denn da hat sie sich hingesetzt und viele seltsame Dinge gemacht. Aber sie hat mich dabei ganz vergessen, das war natürlich nicht ok! Ich bin zwar noch klein, aber nicht auf den Kopf gefallen. Ich habe schnell herausgefunden, dass sie mich wieder warhnimmt, wenn ich an ihren Haaren kaue oder mit den Dingen auf dem Schreibtisch spiele. Leider hat sie dabei nur eine recht kurze Aufmerksamkeitsspanne an den Tag gelegt. Effektiver ist es dann doch, wenn ich mich auf die Papiere lege, auf denen sie komische Zeichen malt. Wenn ich dann zeitgleich noch an ihrem Stift nage oder an den Papieren selbst, ist ganz fix all ihre Aufmerksamkeit wieder da, wo sie hingehört: bei mir!

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