Materialbrief


Hier statt Kommentar eine Antwort auf Fragen zum Materialbrief:
Ich gebe ihn (wenn möglich, weil ich weiß, welche Klasse ich bekomme) im Juli heraus,
damit wir alles haben, wenn es im September los geht.
Darin steht auch, wie viel Geld ich einsammle und wofür das sein wird.
So haben die Eltern 8 Wochen Zeit die 40€ einzuplanen.
Der Brief richtet sich manchmal an die Kinder und manchmal an die Eltern.
Diesmal war er mit einer Einladung verbunden und richtete sich an die Eltern.
Der Feriengruß war nun ein nettes Ferienbild mit ein paar persönlichen Wünschen von mir für die Kinder.

Hier ein kurzer Abriss meines Materials:
Mathematik:
2 Hefte A4, blaue Umschläge
+ ein blauer Schnellhefter
+ Rechenblock groß
Ich habe weder Merk-, noch Übungs-, noch Haushefte oder so. Beide Hefte sind gleichrangig
und dienen allein dem Zweck, dass die Kinder eines zum Arbeiten haben, wenn ich eines zum Korrigieren mitnehme.
Deshalb heißen sie auch (sehr kreativ): Mathe 1 und Mathe 2

Deutsch:
3 Hefte A4, rot
Hier unterteile ich in
„Richtig schreiben“, „Sprache untersuchen“ und „Geschichten und Gedichte“
+ roter Schnellhefter
+ Kieserblock

HSU:
grünes Heft A4 liniert
(kein Schnellhefter…hier wird alles eingeklebt)

Musik/Kunst und Englisch
je ein großes Heft A4 liniert mit durchsichtigem Umschlag
(wir basteln dann da selbst einen Umschlag rein)

Alle Hefte will ich mit Rand (am liebsten ein großer Rand rechts, aber ich nehme, was ich kriege).
Ich lasse außerdem sofort Ersatzhefte kaufen, bunkere sie im Zimmer, sodass sie sofort zur Hand sind,
wenn wir sie brauchen und ich nicht 5 Mitteilungen schreiben muss, dass Mehtap wirklich dringend ein neues Heft braucht.

Alle Etiketten bekommen die Kinder von mir. In einer reichlich lauten, chaotischen Doppelstunde
schlagen wir dann alle Hefte ein und ettikettieren sie richtig.
Dann sieht alles hübsch einheitlich aus und das braucht meine innere Superlehrerin einfach.

Ansonsten das übliche Zeugs:
Hausaufgabenheft, Mitteilungsheft (A5), Jurismappe für die Hausaufgabenblätter,
eine Einsteckhülle für die Wochenplanblätter,
ein kleines Heft für z.B. die Aufgabe vor 8, das Rechtschreibfrühstück, die Wochenenderzählung,
die Wörterklinik oder was auch immer ich morgens machen mag (ich hab mich noch nicht entschieden)
usw. usw.
Dazu Arbeitshefte je einmal meist passend zum Buch in A4
und meist noch was kleines dazu z.B. Lies mal und Zahlenfuchs.
Ach und was ich auch immer gerne nutze (und es eignet sich sehr gut für Zeugnisbemerkungen finde ich) ist das
Schriftpflegeheft. Gerade in der vierten Klasse poche ich in den Alltagshefteinträgen nicht mehr auf die Schreibschrift.
Die Kinder sollen ruhig an der eigenen Schrift feilen.
Nur im Schriftpflegeheft, da muss man zeigen, dass man es kann.
Toll finde ich, dass es in der vierten Klasse nach Rechtschreibfällen geordnet ist.
Diese ganzen Arbeitshefte bekommt  man erst, wenn man Geld mitgebracht hat.
Da man den entsprechenden Elternbrief ja schon vor zwei Monaten erhalten hat, gibt es da wenig Ausreden
von Seiten der Eltern, die ich akzeptiere. Ratenzahlung ist jedoch auch immer möglich.

Vermutlich habe ich einiges vergessen 😉 Fragt gerne, wenn ihr noch etwas genauer wissen wollt!

 

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13 Gedanken zu “Materialbrief

  1. Das ist ja super, dass du hier gleich so ausführlich antwortest. Vielen vielen Dank!!! Drei Fragen hätte ich noch: Wie machst du es mit Arbeiten in Mathe und Deutsch? Gibt es dafür keine Hefte? Dann würde mich noch interessieren, wie du lernwörter übst? gibt es dafür einen Karteikasten oder werden die im „Richtig schreiben-Heft“ geübt? Ist das in der Praxis dann so, dass die Kinder, wenn sie eine Rechtschreibübung machen, die in das o. g. Heft schreiben, wenn sie ein Gedicht abschreiben/selbst schreiben, kommt das ins Gedichteheft etc??
    Und wie ist das mit der Aufgabe morgens? Gibt es da jeden Tag eine andere Aufgabe, immer aus dem Bereich Deutsch oder wie darf man das verstehen?
    Und eine letzte (okay, schon die vierte) Frage: Bastelst du die Etiketten dann selbst oder wie sit das? Und beschriften die Kinder die oder du?

    Gruß und danke nochmal für die schnelle Antwort!
    Anna

    • Probearbeiten habe ich bei mir in Ordnern abgeheftet.
      Lernwörter übe ich meist mit einem Übungsplan ins RS-Heft.
      Manchmal statt dessen auch per Karteikasten.
      Letztes Jahr wurde im Vor 8-Heft der individuelle Fehlerwortschatz geübt…
      Das entscheide ich je nach Klasse 😉.
      Morgens gibt es eine Aufgabe. Meist erstmal ein Rechtschreibfrühstück (wurde hier schon mal erklärt) und wenn dieses Heft voll ist, lasse ich die Kids entscheiden, ob sie das weiterhin machen wollen oder lieber Kopfrechnen oder was ganz anderes. Die jetzige Klasse wollte dann gern mit verschiedenen Übungen an den eigenen Lernwörtern arbeiten.
      Ich drucke die Etiketten aus für die Kinder, darauf finden sich die Bildchen,die bei mir für das entsprechende Fach stehen, Name des Heftes,Name des Kindes u Klasse.
      Manchmal ist die Schrift ausmalbar.
      Was in welches Heft kommt,hast du völlig richtig erklärt☺

    • Mit „Einsteckhülle“ meine ich, dass es ja Arbeitsblätter gibt aus dem Wochenplan, an denen die Kids während der Woche immer wieder arbeiten. Dafür hat jedes Kind eine (entsprechend ettikettierte) durchsichtige Hülle, in die man seitlich lose Blätter einstecken kann. Ich weiß gerade echt nicht, wie die heißen. Also wie Klarsichthülle, nur eben an einer Seite und oben offen 😁

  2. Perfekt. Danke für deine Antworten! Das hilft mir wirklich weiter! 🙂 Aber wie es halt so ist, lese ich die eine Antwort, fällt mir die nächste Frage ein. Ist aber auch nicht schlimm, wenn dir das zu viel ist mit den Antworten, ich frag einfach trotzdem mal. 🙂
    Es geht wieder vor allem um den Deutschunterricht. Wie machst du das mit den Lernwörtern? Gibt es jede Woche Wörter und wie sieht der Übungsplan aus, von dem du gesprochen hast? Und die nächste Frage betrifft ein bisschen die allgemeine Struktur des Deutschunterrichts…. Also hast du z. B. eine feste Lesestunde o. Ä. oder „gliederst“ du die Deutschstunden in der Woche (z. B. 2h lesen, 2h Rechtschreibunterricht, etc.)? Und welche Rituale hast du im Deutschunterricht? Sorry, dass ich soviel frage, aber ich bin noch ganz neu dabei und immer af der Idee nach guten neuen Ideen und Anregungen. Und deinen Blog lese ich sehr gerne!!!
    Viele Grüße
    Anna

    • Liebe Anna, du darfst gern alles fragen 😊. Hier ein paar Antworten:
      bei mir hat jedes Kind einen Übungsplan mit verschiedenen Aufgaben zu Lernwörtern (z.B. nach Wortarten ordnen, Sätze mit den LW bilden, Verben beugen, in Silben notieren…) und danach arbeiten sie (oft als Hausaufgaben) zu den aktuellen Lernwörtern (also dem aktuellen Rechtschreibfall).
      In der vierten Klasse gibt es zusätzlich bei mir gerne „vor 8“ (Uhr) Übungen zum eigenen Fehlerwortschatz. Ich notiere mir also während der Heftkorrekturen häufige Fehlerwörter der Schüler und lasse sie an diesen arbeiten (das ist natürlich ein ziemlicher Aufwand).
      Ich (persönlich) achte darauf, dass wir jede Woche Rechtschreiben und Lesestunden haben. Dazu kommt der aktuelle Grammatikfall oder der aktuelle Aufsatztyp, an dem wir üben.
      Ich mache also in einer Woche fast alles in Deutsch .
      Mir ist das so wichtig, da meine Schüler z.B. oft außerhalb der Schule nichts auf Deutsch lesen.
      Dieses Schuljahr habe eine Kollegin immer montags zur Differenzierung eine Stunde dabei und dies nutze ich dann um die Klasse beim Lesen mit differenzierten Aufgaben zu fördern.
      Bei der Einteilung des Deutschunterrichts gibt es aber kein Richtig o Falsch…Manche Kollegen machen zwei Wochen Rechtschreibung, dann mal nur Aufsatz…das muss man für sich und die Klasse entscheiden.
      Ich lese außerdem jeden Tag vor…Meist während die Schüler frühstücken.
      Dann ist es dabei ganz leise 😆.

  3. Liebe Frau Streng,
    tausend Dank!!! Ich finde es super, dass du mir hier so ausführlich antwortest und Tipps und Hilfen gibst. Du hilfst mir echt richtig weiter! Lernwörter werde ich nächstes Jahr auf jeden Fall auch machen, das ist eine gute Idee. Gibst du dann immer Montags z. B. 10 Wörter raus und die Woche über werden die Wörter geübt? Das mit dem individuellen Fehlerwortschaft ist natürlich auch ne gute Idee. Ich überlege gerade, wie man das integrieren könnte… Hm… 🙂
    Darf ich nochmal kurz zu den Lesestunden fragen? Machst du fest, eine Lesestunde, in der die Kinder z. B. eigene Bücher lesen können oder sind das eher Lesetrainingsstunden? Also Stunden, in denen die Lesefähigkeit verbessert/trainiert wird?? HAbe überlegt, eine freie Lesezeit einzuführen, Kollegen haben mir aber davon abgeraten. Deshalb bin ich jetzt etwas unsicher. Hast du hier schon Erfahrungen gemacht? Das mit dem Vorlesen ist auf jeden Fall schonmal eine gute Idee, die sich ja recht leicht in den Alltag integrieren lässt!
    Und eine wirklich allerletzte Frage: Kannst du kurz etwas dazu schreiben (wenn es dir nicht zu viel wird), wie dein WP aussieht? Gilt er nur für die SChule oder auch für zuhause? Ist er nur für D oder auch für M? Haben alle die gleichen Aufgaben oder differenzierst du? Erhält jeder einen Laufzettel? ….
    DANKE und sonnige Grüße
    ANna

    • Liebe Anna,
      manche Arbeitshefte geben die Lernwörter vor, wer sowas mag, kann sich danach richten. Sonst sucht man sich eben ein paar eigene. Wie viele und wie und wie lange man übt,
      das muss zum Lehrer und zur Klasse passen 🙂
      Bei Lesestunden meine ich meist Lesetraining…meist also sinnentnehmendes Lesen, immer wieder auch Übungen zur Lesefertigkeit.
      Ungefähr einmal im Monat gibt es bei mir Antolin-Lesestunden, da wird einfach nur gelesen und wer mag, darf am PC Punkte sammeln.
      Da machen wir es uns mit Decken bequem, es ist ganz still….herrlich.
      Das ist meine Alternative zur freien Lesezeit 😉
      Den Wochenplan lernen die Schüler bei uns meist erst in der dritten Klasse (wenn sie dann zu mir kommen) kennen.
      Das macht auch jeder Lehrer anders. Manche machen immer in der ersten Stunde des Tages eine ganze Wochenplanstunde, andere differenzieren jede Aufgabe…
      bei mir gibt es den Wochenplan aus drei Gründen:
      1. Wir brauchen zusätzliche Übung
      2. Kein Kind fragt mehr „ich bin fertig, was soll ich tun“ (denn genau DANN macht man bei MIR Wochenplan)
      3. Viele Horte haben hier am Freitag keine Hausaufgabenbetreuung. Hausaufgaben sind an meiner Schule aber Pflicht.
      Also ist mein Mittelweg: Wer den Wochenplan schafft, hat am Freitag keine Hausaufgabe.
      Wer ihn noch nicht fertig hat, macht ihn bis Montag fertig.

      Deshalb ist er vom Umfang her anfangs ganz gering…erstmal muss man ja lernen, wo der liegt,
      woher man weiß, was zu tun ist usw.
      und dann steigert sich der Umfang immer mehr, da die Kinder irgendwann in jeder freien Minute daran arbeiten.
      Er besteht bei mir immer aus Aufgaben zu Mathe, Deutsch und HSU.
      Manchmal aus Aufgaben im Buch, manchmal im Arbeitsheft, manchmal ein Arbeitsblatt….je nach Thema.
      Und es gibt immer sogenannte „Sternchenaufgaben“, die man machen darf, wenn man mit dem Wochenplan fertig ist.
      Diese sind meist wunderschön gebastelte Dominos, Memorys, Lesezuordnungsspiele…..immer passend zu den jeweiligen Themen
      oder zur Jahreszeit oder sie haben einen aktuellen Bezug (Weltmeisterschaft z.B.)
      Achja und es gibt keinen Laufzettel…das sind mir zu viele Kopien.
      Die Wochenplanaufgaben liegen auf einem extra Tisch und über ihm hängt bei mir eine kleine Tafel, auf der ich die Aufgaben notiere.

  4. Danke für die ausführliche Antwort, liebe Frau Streng. Das ist doch ne gute Inspiration!!! Verstehe ich es richtig, dein WP besteht nur aus recht wenigen Aufgaben und wird nur dann bearbeitet, wenn ihr mit den anderen Aufgaben fertig seid, also z. B. wer in Deutsch seine GEschichte geschrieben hat, arbeitet am WP? Sind die Aufgaben dann so gestellt, dass man sie auch in 5min lösen kann bzw. anfangen kann? Und haben die langsamen dann überhaupt ne Chance, fertig zu werden? Wie viele min/h schätzt du denn, wird insgesamt am WP gearbeitet? ODer gibt es auch mal ne ganze Stunde?
    Das mit dem Lesetraining klingt sehr sinnvoll! Danke für die Anregung!!

    Viele Grüße
    Anna

    • Du hast es ganz richtig verstanden…bei mir ist der Wochenplan immer die Aufgabe, die man macht, wenn man fertig ist
      oder morgens, wenn man keine Vor8-Aufgabe hat. Die Kinder schaffen sehr viel in dieser Zeit.
      Man kann die Aufgabe nie in 5 Minuten lösen, aber sie sind immer so gestellt, dass man auch wenige Minuten sinnvoll daran arbeiten kann.
      Die schnellen sind am Mittwoch fertig und arbeiten an den Sternchenaufgaben, die langsamen Schüler haben am Freitag eine überschaubare Hausaufgabe.
      Damit auch sie an die begehrten Sternchenaufgaben kommen, gibt es ab und zu eine Freiarbeitsphase.

  5. Alles klar, danke danke danke! Ich glaube, sowas mache ich nächtes Jahr auch. Auch wenn ich im Moment eher dazu tendiere, die AUfgaben nicht nur für eine Woche, sondern etwas langfristiger aufzugeben. 😉 Nur kurz zum Verständnis eine allerletzte Frage (Ich versprech es): Kannst du vielleicht ein Beispiel für einen solchen WP hier auf der HP einstellen bzw beispielhaft mal Aufgaben bzw. die Aufgabenanzahl (also ist es z. B. nur eine Aufgabe (z. B. ein AB) in Mathe und eins in D?) nennen, damit man das so ungefähr einschätzen kann, wie viel das ist. Ich verschätze mich leider immer bei sowas (ich weiß, es ist abhängig von der Klasse, aber so ganz grob als Orientierung). Das wäre perfekt. 🙂
    Lieben Gruß
    Anna

    • Puh, das ist wirklich total abhängig von der Klasse und auch davon, wie dicht der Unterricht geplant war.
      Am Ende der vierten Klasse bearbeitet meine Klasse beispielsweise eine Seite im Arbeitsheft Deutsch, eine Seite im Arbeitsheft Mathematik und etwas in HSU.
      Das wäre bei mir dann das Minimum.

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