Rüsselkäfer


Anfang März zeigte mein toller Kalender im Arbeitszimmer ein japanisches Gedicht von Taku Miki (übersetzt von Fumiko Ganzenmüller):

Stampfend und mit dem Rüssel schaukelnd,
das ist des Dschungels König, der Elefant.
Und weil wir Rüsseltiere heißen, sind wir beinahe,
ganz schüchtern gesagt, mit seiner Majestät verwandt.

Wir sind vielleicht ein bisschen klein,
wenn seine Majestät erlaubt, uns so zu nennen.
Fürwahr so winzig klein,
dass Elefanten uns kaum sehen können.

Wisst Ihr, wie viele Rüsselkäfer
sich versammeln müssen in Herden,
damit wir seiner Majestät
auch wirklich ebenbürtig werden?

Während wir in Eicheln bohren,
sinnieren wir darüber gerne.
Uns wird dabei ganz schwindelig
und aus den Augen stieben Sterne.

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Ein Gedanke zu “Rüsselkäfer

  1. Ha…, Hallo Frau Streng,
    den Kalender hab ich auch; von den Gedichten/Illustrationen bin ich mal mehr, mal weniger begeistert. Aber das fand ich auch ganz toll. Besonders die beiden letzten Zeilen/Verse haben es mir angetan, die Vorstellung vom schwindlig sein und aus den Augen Sterne stieben finde ich großartig. Danke, dass du mich daran erinnert hast! Liebe Grüße, Sissi

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