einen Tag…


…organisieren meine Großen auch mal selbst 🙂
Sie hatte mich doch noch erwischt…die blöde Grippewelle.
Schon am Vortag war klar: morgen wird (wenn keine spontane Wunderheilung eintritt) wohl eher das Bett gehütet als unterrichtet.
Die Stimme schwand, die Hände wurden blau, Frau Streng war nur noch am Niesen und Husten und die
Vierte hatte großes Mitleid und riet mir wichtig:
„Frau Streng, ich mag dich ja sehr und wenn du nicht da bist, vermisse ich dich immer arg. Aber ich finde echt, du solltest dich ausruhen!“
Tja, wenn mein Furkan das sagt, dann will ich mal nicht widersprechen und zeigte meinen Klassensprechern
schon mal prophylaktisch das vorbereitete Material für den nächsten Tag.
Und es kam wie Furkan es prophezeit hatte, am nächsten Tag war Ausruhen angesagt.
Den übernächsten (zum Glück kurzen) Tag ging es dann aber wieder einigermaßen und ich schleppte mich erneut in die Arbeit.
„Wie hat es denn geklappt?“, fragte ich meinen Chef, der meine Klasse am Vortag aufteilen musste,da mit mir sehr viele Lehrkräfte erkrankt waren und niemand zur Vertretung entbehrt werden konnte.
„Ja, was soll ich zu Ihrer Klasse noch sagen, Frau Streng?!!“….sprachs und blickte mich erwartungsvoll an.
„Äh hmm ja ähh…“ (Oh Gott….was hatten diese kleinen Monster nun wieder angestellt?!)
„Die Frau Seligman hat denen das Zimmer aufgesperrt, dass die da warten konnten bis ich Zeit hatte, sie aufzuteilen. Und was
glauben SIE haben IHRE Schüler in der Zwischenzeit getrieben?“
Blutige Szenen erschienen vor meinem inneren Auge….die werden doch nicht…ohje…
„Also, ich komme in das Zimmer und da steht ihr Furkan AN DER TAFEL!
Der hat da schon mal eine To do-Liste erstellt, die sich alle Schüler in ihr Mitteilungsheft abgeschrieben haben,
damit dann keiner sagen kann, er hätte nicht gewusst, was er heute arbeiten soll. Das Material war schon komplett verteilt und eingepackt.
Selina und Berkant hatten sich in der Tür postiert und die Unterschriften in den Mitteilungsheften kontrolliert,
weil der Unterricht ja früher endete. Ach und zwei Schüler haben mich bewacht, dass ich auch ja ZWEIMAL das Klassenzimmer
abschließe, weil das ja letztes Mal versäumt wurde und etwas gestohlen wurde. Frau Streng, da fällt mir nichts mehr dazu ein!“
Ja, mir auch nicht.
Meine Goldstücke!♥

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3 Gedanken zu “einen Tag…

  1. Ich musste gerade grinsen … mir ist es vor drei Wochen ähnlich ergangen. Ich habe mich einen Tag durchgeschleppt (wir waren nur noch zwei Lehrerinnen in der Schule) und mir ging es übel. Aber die Kinder haben ALLES gemacht. Von der Kleinen (1-4 gemischt) die Hausaufgaben korrigiert, geholfen wo und wie es nur ging und mir zum krönenden Abschluss vor der Pause noch Tee gekocht ….
    Die Woche danach habe ich dennoch flach gelegen. Von den übrigen Lehrern gabs nur Lob. Die Klasse wäre phänomenal …
    Deine scheint es ebenso zu sein!!! Herzlichen Glückwunsch!!

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