der Haufen…


…auch euphemistisch „Ablage“ genannt (= muss ich echt irgendwann mal abheften)
ist gestern umgefallen. Ich stützte ihn zu Beginn links und rechts mit große Ordnern (man hat ja Erfahrungswerte), aber
nun hat er auch diese größenmäßig geschluckt und unter sich begraben.
Und nein…ich kann ihn nicht in mehrere Unterhaufen aufteilen (bin ja nicht blöd…hab ich schon drüber nachgedacht),
da er ja erhöht (weil katzensicher) untergebracht sein muss, da unsere Samtpfoten unheimlich gerne Folien anknabbern und Druckerfarbe ablecken.
Es nützt nichts…die „Ablage“ muss wirklich abgeheftet werden.
Ich bin schon seit Stunden dabei und suche verzweifelt nach
guten Gründen für eine Pause:
->uh schon lang nicht mehr gebloggt…da setz ich mich mal eben…
->dann eine Nachricht von einer Kolleginfreundin „wie geht’s dem Rücken, der tat dir doch gestern so weh„….“danke der Nachfrage:geht besser…mach heute die Ablage *würg*“….“oh das ist aber ganz schlecht für den Rücken (nur falls du ’ne Ausrede für dich brauchst)
->hier müsste ja mal ganz dringend wieder Staub gewischt werden
->wollte ich gestern nicht noch Wäsche falten?
->ein bisschen hab ich auch Hunger…vielleicht sollte ich schon mal was kochen…
oh da ist gar nicht mehr so viel im Kühlschrank…ja, dann muss ich eben noch mal einkaufen

Es gibt kaum etwas, wogegen mein innerer Schweinehund sich mehr wehrt.

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15 Gedanken zu “der Haufen…

  1. Mit einem neuen Arbeitszimmer habe ich mir eine extra Schublade für die abgelegten Arbeitsblätter gegönnt. Aber auch die müsste mal wieder ausgeräumt werden. Momentan geht sie gerade so noch zu. Das mit dem inneren Schweinehund kenne ich (und wahrscheinlich alle KollegInnen) sehr gut.
    Trotzdem – wenn du heute alles schaffst, hast du bis zum Sommer deine Ruhe und kannst wieder stapeln. Viel Kraft heute!
    Brigitte

  2. Oh – da draußen sind wohl mehrere Geschöpfe der Lehrergattung, denen es genauso geht wie mir! Wie schön es doch ist, nicht allein zu sein! Du sprichst mir sehr aus der Seele. Ich wollte in den Herbstferien abheften, dann in den Weihnachtsferien, jetzt vielleicht in den Osterferien? Keine Ahnung 😉
    Schönes Wochenende,
    liebe Grüße, Heike

    • Liebe Heike, wenn der Haufen sich nicht wie ein Erdrutsch verselbständigt hätte, hätte ich auch noch gerne weiter gestapelt 😉 Aber stolz kann ich vermelden: alles einsortiert und sogar das Vorkurs-Material grundlegend neu geordnet! Danach fühlt man sich toll (währenddessen habe ich aber grundschuluntauglich immer wieder herzhaft geflucht) 😉

  3. 😀 😀 😀
    Ich lach mich scheckig!
    Es klingt ein bisschen, als würdest du von mir schreiben… 🙂
    Welch Horrorvorstellung, dass die „Ablage“ umfallen könnte!!!!

  4. Hihi, hättest mal meinen letzten „Haufen“ (bzw. waren es ja mehrere) vor den letzten Ferien sehen sollen. Seit dem Umzug habe ich ein eigenes Büro. Und in diesem Büro habe ich mir einen neuen RIESENGROßEN Schreibtisch gegönnt und beschlossen, dass der nicht als „Ablage“ missbraucht wird. Tja, nun habe ich ja leider meinen alten Schreibtisch irgendwo unterbringen müssen und leider ist mein Büro groß genug um den an die gegenüberliegende Wand zu stellen. Daneben ein Billy Regal – und die „Wohnfläche“ für den „Haufen“ ist perfekt. Denn er hat ja rückseitig die Wand und eine Seite ist durch das Billy Regal gestützt…

    Vor den letzten Ferien habe ich „den Haufen“ dann vernichtet… zum Glück habe ich ja den anderen großen Schreibtisch, auf dem ich alle meine Ordner ausbreiten konnte…

    Jetzt beginnt gerade der neue Haufen Form zu gewinnen… ich glaube, es gefällt ihm 😉

    P.S. eine Schublade klingt klasse… aber gefääährlich…

  5. Hallo Frau Streng! Zuerst einmal: Mir ist klar, dass Sie keine Beratungsstelle für Studenten sind, aber ich dachte, vielleicht antworten sie mir 🙂 Ich studiere momentan irgendwo in Bayern Gymnasiallehramt (Mathe und Chemie) und bin damit ziemlich unglücklich… Eigentlich wollte ich in die Grundschule aber dann hieß es immer, dass man da katastrophale Anstellungschancen hat und so bin ich zu meinem jetztigen Studium gekommen. Ich wollte Sie mal fragen, wie das damals bei ihnen war? Gab es da auch schon solche Horrorgeschichten? Schließlich werden die Schüler, die man irgendwann unterrichten sollgerade gebotren, bzw. sind es noch gar nicht 😀

    • Hallo 🙂
      Ich muss sagen, dass es damals bei uns solche Prognosen auch gab und die waren ganz unterschiedlich.
      Erst hieß es: da bekommt nur ganz schwer eine Stelle,
      dann hieß es: da gehen in ein paar Jahren ganz viele in Rente und da werden ganz viele neue Lehrer gebraucht.

      Im Rückblick (auf mein bisher mittellanges Lehrerleben) muss ich sagen, dass ich nur wenige kenne, die aufgrund eines nur mittelmäßigen Examens nie
      in den Schuldienst kamen, sich jahrelang von einem befristeten Mobilenvertrag zum nächsten hangelten und schlussendlich auf einen anderen Beruf umsattelten.
      Manche mussten ein paar Jahre überbrücken (Realschule, Förderschule etc.) bis sie eine Planstelle oder einen befristeten Arbeitsvertrag bekamen, aber die meisten kamen
      irgendwann rein und fanden es im Nachhinein spannend auch mal ein bisschen andere Schulluft geschnuppert zu haben.

      Ganz platt gesagt: eine 2 sollten es am Ende sein (beide Examina werden miteinander verrechnet), sonst wird es etwas schwierig.
      Und unverheiratete neue Lehrerinnen sollten sich in den ersten Jahren darauf gefasst machen, in einem anderen Regierungsbezirk zu landen,
      der viele Lehrer braucht (Oberbayern, Schwaben). So erging es aber auch schon vielen verheirateten (da der Staat kein Trennungsgeld mehr zahlen muss).

      Ich persönlich hatte mir damals übrigens keinerlei Gedanken gemacht, weil es einfach nichts anderes gab, was ich werden wollte.
      Ich war schon ausgebildete Kinderpflegerin und wusste genau, wohin meine Reise gehen muss.
      Mein erstes Examen war gut (aber auch nur das), im Referendariat gab es dann (nach einem Jahr) eine wahnsinnige Staatsnote und alle, die ich kannte, die mir ein
      Jahr voraus waren, standen vorerst (!) auf der Straße, obwohl ihre Note 2,0 oder besser war.
      Also machte ich diese dreist niedrige Staatsnote zu meinem Ziel und erreichte dieses glatt (da gehört natürlich auch ein bisschen Glück dazu, aber ich bin
      auch eine kleine Streberin *g*). Ich bekam sofort eine Planstelle und durfte bleiben.
      Selbst meine verheirateten Freundinnen wurden in andere Regierungsbezirke versetzt und sahen ihre Männer nur noch am Wochenende.
      Ich war deutlich besser als die in meinem Jahr Einstellungsnote und so blieb ich.

      Machte ich mir vorher also so gar keine Gedanken, im zweiten Refjahr hatte ich zwischenzeitlich ziemlich Muffe.

      Und jetzt mein Rat:
      machen!
      Wenn es das ist, was du wirklich willst.
      Mach es und knie dich richtig rein!

      • Vielen, vielen Dank für die schnelle Antwort! Das macht mir echt Mut 🙂 nach den Klausuren werde ich auf jeden fall noch einen Monat Praktikum machen und mich dann endgültig entscheiden.

  6. Ich bin noch nicht so lange auf deinem Blog und finde ihn sooo witzig. Da ich auch Lehrerin bin (wer hätte das gedacht?), kommen mir natürlich auch viele Szenen sehr bekannt vor. Und da merke ich dann einfach, wie sehr ich den Job mag. Und das merkt man auch bei dir, mit ein Grund, warum ich hier so gerne mitlese… Eine Frage hätte ich noch: Ich fand es toll, dass du so ausführlich beschrieben hast, wie das mit den HA bei dir abläuft. Könntest du vielleicht bei Gelegenheit – wenn es dir nicht zu viele Umstände macht und du Zeit findest – mal etwas über deine Rituale (Belohnungssystem, Ruheregeln etc.) schreiben? Das wäre toll! 🙂

    LG Anna

  7. Pingback: Wochenrückblick 3/2: von Blätterhaufen und einer Einladung | projektvorsatz

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