„Lesefreude“


Endlich mal wieder einen ganzen Abend Nichtstun!
Das hatte ich mir heute fest vorgenommen!
Der Lieblingsmensch ist beim Sport,
ich habe alles korrigiert, drei Elterngespräche gewuppt,
ein bisschen mit Eva noch rumgespaßt und nachdem auch der Haushalt
und das liebe Schnurrhaarvieh versorgt waren, lag ich also vorhin mit einem
gekauften „Thriller“ in der Wanne.
Es ist nämlich so, dass ich eigentlich kaum mehr kaufe, sondern vielmehr
leihe. Und ich gestehe es: auch noch online!
Für den E-Reader (aber wenigstens bei der ortsansässigen Bibliothek).
Ich höre viele von euch nun beim Lesen regelrecht aufseufzen.
Wieder so eine, die auf so einem DING liest.
Und schon klingeln die altbekannten Sätze in meinen Ohren
„ich hab halt lieber echtes Papier in der Hand“
und
„man muss doch die Buchindustrie unterstützen“
Jaha! Mach ich doch! Mit Unmengen an Büchern teilen wir unser Heim,
regelmäßig muss ich welche spenden, damit wir nicht irgendwann zur Nachbarin durchkrachen!
Aber: Ebook ist soooo praktisch!
Diesen Sommer musste ich mir beispielsweise erstmals keine Sorgen wegen der 5 Bücher in meinem Reisekoffer machen.
Sie waren im Handgepäck in meinem Reader!
Und da der Lieblingsmensch blöderweise in seinem Sport auch noch so gut ist, dass er an bundesweiten
Meisterschaften teilnimmt und das brave Weibchen da immer schön mitfährt und anfeuert,
ist es toll, wenn man mal nicht drei Bücher für laaange Autofahrten und Wartezeiten mitschleppen muss.
Denn dummerweise lese ich sehr schnell und sehr viel.
Seit ich lesen kann, gab es nie einen Tage (soweit ich mich erinnere), an dem ich nicht mindestens ein
aktuelles Buch habe, das ich gerade lese. Ich kann mir gar nicht vorstellen, nichts zu lesen zu haben.

Jedenfalls, lange Rede, kurzer Sinn, auch mir war mal wieder nach Papier.
Ein Thriller musste her (aus der Buchhandlung um die Ecke, wie es sich gehört ;)).
Um mich zu unterhalten braucht es meist einen Serienkiller und schön viel Blut.
Zu brutal und zu blutig oder abartig kann es für mich (literarisch gesehen) nicht sein.
Dennoch muss es gut geschrieben sein (wie zum Beispiel von dem deutschen Thriller-Profi)
und man muss mitdenken müssen.
Ach, was habe ich diesmal daneben gegriffen! Dieser sogenannte „Thriller“
ist fuuurchtbar langweilig und bisher (200 Seiten)ist kaum was passiert.
Und (!), was ich total daneben finde, der Klappentext ist falsch!
Da hat doch wirklich mal wieder jemand den Klappentext geschrieben, der das Buch gar nicht gelesen
hat! Ich würde zu gerne wissen, wie so etwas zustande kommen kann!
Brauchen die Verlage da noch Leute, die ein Buch lese, VERSTEHEN und den Anfang knapp zusammenfassen können.
Lässt sich damit was dazu verdienen? Also, man kann sich gerne bei mir melden! Mache ich sofort! Ich schaffe in den
sechs Wochen Sommerferien einige Bücher 😉
Aber, ob ich dieses nun aus Prinzip noch weiter lese (weil gekauft und vielleicht wird es ja noch und so)…heute wohl
eher nicht mehr.

Was solls, dann laminiere ich doch noch ein paar der fantastischen Winter-Freiarbeitsmaterialien, die
ich eben bei Daniela entdeckt habe!

Advertisements

6 Gedanken zu “„Lesefreude“

  1. Verrätst du noch, um welchen nicht-thrilligen Thriller es sich handelt? Nur, damit ich den nicht versehentlich der lesesüchtigen Hildemama zu Weihnachten schenke!

    Übrigens habe ich unserer Eva heute auch online eine Menge Fragen beantwortet. Und beim Lesen besagter Fragen, die ÜÜÜÜÜÜÜÜBERHAUPT kein bisschen subtil gestellt waren, kam mir so die Vorstellung, dass die Eva-Menschen wahrscheinlich das ganze Jahr über in sauerstoffarmer Umgebung gehalten werden; gefesselt natürlich. Und sie müssen den ganzen Tag Justin Bieber hören und Bundestagsdebatten zum Thema linksrechtsherum gedrehter Joghurt.
    Denn anders kann ich mir das Zustandekommen dieses Online-Fragebogens wirklich nicht erklären.

  2. Oh, ich merke, wir haben die gleichen Vorlieben, was das Lesen betrifft 🙂 Ich lese am liebsten Bücher, die ich mir noch nicht mal als Film anschauen würde. Mir ist letztens auch sowas passiert. Klappentext seeeeeehr vielversprechend. Das Schlimme war nu bei diesem Buch – es fing echt gut an. Bis zur Hälfte – und dann wars vorbei. Fertig gelesen habe ich es (hatte es ja schließlich gekauft ;)), war aber mehr als enttäuscht. Die Story hätte so viel hergegeben – und dann nur lauwarme Luft.

  3. Ich bin ja inzwischen, nach ewig langem Sträuben in Richtung meines ehelich Angetrauten, nun auch bei den elektronischen Büchern gelandet. Eigentlich tut es mir in der Seele weh, weil ich Bücher, so in echt, total gerne mag.
    Aber ich hatte da so einen dicken Schinken, noch dazu in extremen Übermaßen, den hätte ich niemals nicht auch noch mit mir herumschleppen wollen.

    Ich bin ja, was Bücher angeht, wenig experimentierfreudig und verharre meist bei meinem Lieblings(Horror)schriftsteller. Höchstens durchstöbere ich mal die ebook-Sammlung meines ehelich Angetrauten, aber leider haben wir so gar nicht denselben Geschmack. („World War Z“ allerdings war phänomenal zu lesen.)

    Auf Eva bin ich ja schon mal gespannt, auch wenn das noch ein Weilchen hin ist, bis ich mit derlei konfrontiert werde. Bisher kenne ich nur Vera.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s