Zurück in die „Heimat“


An meiner Schule gibt es viele Schüler(innen) mit Migrationshintergrund.
Oft kommen die Mutter aus einem, Vater aus einem anderen Land und das Kind ist hier geboren.
Die Eltern beherrschen die deutsche Sprache meist kaum, das Kind so halb.
Daheim wird dann in den zwei „Muttersprachen“ gesprochen und viele Kinder zeigen in der Schule eine sogenannte doppelte Halbsprachigkeit.
Zugehörig fühlen sie sich oft auch den Ländern, aus denen die Eltern/ein Elternteil kommt
und die in den Ferien oft besucht werden.

Gestern dann im Fachunterricht ein kurzer Dialog, der zeigt, wie komplex dies manchmal sein kann:

Schülerin: „Frau Streng, Frau Streng, der Mustafa ist heute zum letzten Mal da. Morgen geht der nämlich für immer nach Griechenland.“
Ich: „Hey Mustafa, stimmt das?“
Mustafa nickt grinsend.
Ich: „Ist ja spannend. Bist du Grieche? Wusste ich gar nicht.“
Mustafa: „Ja schon, aber ich sprech türkisch.“
Ich: „Äh aha ok. Dann bist du ein türkischer Grieche oder bist du ein griechischer Türke?“
Mustafa nickt fleißig.

Jaja, so kann das sein…griechische Türken und türkische Griechen
in meiner (nicht wirklich) deutschen Musikklasse. Herrlich!

 

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3 Gedanken zu “Zurück in die „Heimat“

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